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Notfälle

Merkblatt Giftplanzen (PDF)

Merkblatt für den Notfall (PDF)

Achtung die Telefonnummern auf den Merkblättern sind für Schweizer Hundehalter gedacht. Bei Vergiftungserscheiningen und anderen Notfällen umgehend den Tierarzt kontaktieren.

Hier in der Nähe gibt es zwei Tierärztliche Kliniken mit Notfalltelefon (Tag & Nacht) 04131-55125 (Lüneburg) und 04134- 354 (Emsen/Oerzen)


Hitzetod

Ab 20 Grad Celsius wird das Auto zur tödlichen Falle

Jahr für Jahr sterben im Sommer immer wieder Hunde qualvoll im Auto, weil den Besitzern die Gefahren nicht bewusst sind. Bereits ab 20 Grad Celsius Außentemperatur wird das Auto zur Hitze-Falle für einen eingesperrten Hund. Das Autoinnere kann sich bei steigenden Temperaturen schnell auf über 50 Grad Celsius aufheizen! Dabei reichen schon wenige Minuten aus, um den Hund dann in eine lebensbedrohliche Situation zu bringen. Auch ein Fenster, das nur einen Spalt offen ist, kühlt nicht ausreichend! Hunde und Katzen regulieren den Wärmeaustausch über Hecheln. Die dadurch entstehende Wasserverdunstung muss das Tier durch Trinken ausgleichen. Hat es dazu keine Möglichkeit, kommt es zur Hyperthermie, d.h. die Körpertemperatur steigt an. Erste Anzeichen eines Hitzschlages sind: Unruhe, eine weitherausgestreckte Zunge bei gestrecktem Hals, Taumeln, Erschöpfung. Ab 40 Grad Celsius Körpertemperatur treten Kreislaufbeschwerden auf.

Quelle und copyright

TASSO e.V.


Reisekrankheit

Viele Hunde aller Altersgruppen leiden unter Reisekrankheiten. Die Tiere zeigen während der Fahrt Unruhe und Speichelfluss, was sich während der Fahrt bis
zum Erbrechen steigern kann. Das Gleichgewichtsorgan im Innenohr des Hundes nimmt die Bewegungen des Körpers wahr und verarbeitet diese. Ursprünglich ist es natürlich darauf ausgerichtet, die Fortbewegung auf den Läufen zu registrieren... .

Quelle: DER HUND 6/2009

Vollständiger Artikel Problem Reisekrankheit (PDF)

 

Beim Tierarzt gibt es ein Mittel von Pfizer gegen die Reisekrankheit bei Hunden.


Kot- und Grasfressen

Viele Hunde nehmen mehr oder weniger regelmäßig Kot von Pferden, Rindern, Schafen oder eben auch Hunden auf. Oft wird ein Nährstoffmangel (Energie, B-Vitamine, Eiweiß) vermutet. Doch das scheint die Ausnahme zu sein. Auch bei ausgewogener Fütterung wird dieses Verhalten beobachtet. Krankheitsbedingtes Kotfressen tritt auf, wenn die Funktion der Bauchspeicheldrüse oder eventuell auch die des Dünndarms gestört ist. Durch die Aufnahme von Kot anderer Hunde entsteht ein Risiko durch Parasiten, evtl. auch die Aufnahme von Bakterien oder Viren... .

Quelle: DER HUND 3/2009

Vollständiger Artikel Kot- und Grassfressen (PDF)


Kastration

Einen sehr guten Übersichtsartikel zum Thema Kastration gibt es auf der Seite des WDR.

Ich habe darüber hinaus die freundliche Genehmigung von Herrn Thomas Niepel sowie vom Bauernverlag folgenden (sehr guten) Artikel zum Thema Kastration zur Verfügung zu stellen: Kastration - ja oder nein?


Läufigkeit bei der Hündin

Die erste Läufigkeit findet meist zwischen dem 6. und 12. Lebensmonat statt. Bei manchen Hündinnen kann es jedoch auch bis zu 1 ½ Jahren dauern bis diese läufig werden. Hündinnen kleinerer Rassen werden in der Regel frühzeitiger läufig und haben einen kürzeren Zyklus als Hündinnen größerer Rassen.

Eine Läufigkeit dauert in der Regel etwas 3 Wochen und findet alle 7 Monate statt. Aber auch Zyklen von bis zu 12 Monaten kommen vor.

Anzeichen für eine Läufigkeit

  • gesteigertes Interesse der Rüden
  • häufigeres putzen des Genitalbereiches
  • Anschwellen des äußeren Scheidenbereiches
  • Die Hündin verliert Bluttropfen (dunkelrot), häufig erst nach ein paar Tagen


Anzeichen für die fruchtbaren Tage (Stehtage)

  • die Scheide schwillt leicht ab und ist nicht mehr so prall
  • das Blut wird heller und weniger
  • starkes Interesse an Rüden von Seiten des Hündin

Rutentest*: Streicheln Sie entweder sanft die Scheide Ihrer Hündin oder kraulen Sie sie auf dem Rücken direkt am Rutenansatz und beobachten Sie, was die Rute der Hündin macht: Je mehr sich die Hündin dem Eisprung nähert, desto schneller klappt sie die Rute zur Seite weg. Ist sie kurz vor dem Eisprung, verändert sich das Wegklappen immer mehr von der seitlichen Position hin zur vertikalen. Eine voll deckbereite Hündin klappt ihre Rute bei Berührung blitzartig senkrecht nach oben und schiebt ihr Becken nach hinten – sie bringt sie damit in Position für den Rüden.
 

*Quelle: Niepel, 2006


Magendrehung

Die Magendrehung ist eine gefürchtete Krankheit, die ohne rasche chirurgische Versorgung zum Tode des Tieres führt.

Symptome

  • Schwellung und Auftreiben des Bauches
  • Erfolglose Versuche sich zu erbrechen
  • Unruhe, Jammern, Stöhnen
  • Hund läuft ständig auf und ab
  • Hund lässt Kopf hängen

 

Risikofaktoren

Genetik

Deutsche Doggen haben die größte Befallsrate (fast 50%), gefährdet sind vor allem Hunde mit größerem Brustvolumen sowie Hunde mit tiefen aber engem Brustkorb: Bloodhound, Irischer Wolfshund, Akita, Irischer Setter, Deutscher Schäferhund, Boxer, Kleinpudel sowie deren Mischungen.

Hunde, deren Verwandte an einer Magendrehung erkrankten haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko.

Alter

  • Bei älteren Hunden erhöht sich das Risiko um ca. 20% pro Lebensjahr

Futterfaktoren

  • Füttern einer einzigen großen Mahlzeit pro Tag
  • Trockenfutter, bei denen Fett zu den ersten vier Zutaten zählt
  • Angefeuchtetes Trockenfutter, welches Zitronensäure / Ascorbinsäure enthält (Risikosteigerung 370%!)

sonstige

  • schnelles Fressen
  • Fressen aus erhöhter Futterschüsseln
  • Stress

Es konnte bisher in Studien kein Zusammenhang zwischen Bewegung und der Gefahr einer Magendrehung belegt werden!

Quelle: Grau Redaktionsservice

Vollständiger Artikel Magendrehung beim Hund (PDF)


MDR1-Defekt

Der Defekt bewirkt eine Störung der so genannten Blut-Hirn-Schranke, die beim gesunden Hund verhindert, dass Substanzen aus dem Blut ins Gehirn übertreten und dort eine lebensgefährliche oder gar tödliche Wirkung entfalten.

Quelle: Schweizer Hunde Maganin 4/07

Betrifft nach jetzigem Kenntnisstand die Rassen (und Kreuzungen aus): Colli, Australian Terrier, Australian, Kelpie, Australian Cattle Dog, Barsoi, Greyhound,Irish Wolfhound, Belgischer Schäferhund.

Artikel 'Neues zum MDR1-Defekt' (PDF)
Artikel der MDR1-Defekt: Ein Gendefekt mit weit reichenden Folgen


Zeckenschutz 

Kaum sind die ersten Sonnenstrahlen da und die Temperaturen steigen, sind auch die Zecken auf dem Vormarsch. Und damit die Angst vor Borreliose, Babiose etc. Um es vorweg zu nehmen, der beste Schutz ist die Prävention. Hierfür gibt es diverse Mittel: Halsbänder, Spot-on-Präperate, Abwehrsprays auf Basis von Ölen sowie diverse esoterisch angehauchte "Wundermittel". Vor-und Nachteile sollten jedoch sehr sorgsam abgewägt werden, denn gerade die recht zuverlässig wirkenden Spot-on-Präperate wie z.B. ExSpot und Frontline sind Insektizide, die nicht von jedem Hund und Menschen vertragen werden und auch für die Umwelt (z.B. Fische und Bienen) eine Belastung darstellen. Für die von Zecken übertragene Borreliose gibt es darüber hinaus seit einigen Jahren eine Impfung für Hunde. Diese richtet sich jedoch nur gegen einen einzigen Erregerstamm, der in Europa nur selten vorkommt und zudem diverse Nebenwirkungen auslösen kann*.

Studien der Uni Zürich besagen übrigens, dass Hunde wie andere Wildtiere auch eine natürliche Resistenz gegen Borreliose zu haben scheinen.

Mehr zum Thema Zeckenschutz:

Der Feind in meinem Fell(PDF)

Tanz der Vampire DOGS 2/2009

Natürlicher Zeckenschutz

*kleines Update 5/2010: Seit diesem Jahr gibt es einen Borreliose-Impfstoff, der gegen 85% der Borrelien wirken soll.